Der bisher längste Sonntags-Länger-Lauf ist Geschichte… nur ein Bambini-Lauf!

Sorry die TorTour de Ruhr ist lang und steinig, ich muss und möchte etwas länger ausholen…

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Der Beginn des Projekts TorTour de Ruhr liegt bereits im Jahr 2012, Carsten läuft seinen ersten 100ter, den TorTour de Ruhr Bambinilauf und ich durfte als Supporter an seiner Seite sein. Nach einem intensiven richtig heißen Marathon vom Baldeneysee bis zum Rheinorange steht fest, wenn 100 dann hier. Warum die Entscheidung gefallen ist, kann ich heute nicht mehr genau sagen, so sehr wie Carsten gelitten hat, ganz sicher eine dumme Idee. Aber er hat gefinisht, sich durchgebissen, er wirkte bei all seinen Schmerzen unbeschreiblich glücklich – das war großartig.

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Neben seiner persönlich läuferischen Leistung, war das auch eine besondere Team-Leistung und -Erfahrung, denn ohne Supporter und das kann ich jetzt aus tiefster Überzeugung sagen, bist Du nichts bei der TorTour de Ruhr.
Und so wurde das Ding zu meiner fixen Idee, zu meinem Ziel. Schon damals kurze Zeit nach dem Erlebnis kam die Zusage von Carsten, wenn ich das mache ist er mein Boyscout, ihr lacht vielleicht aber der Begriff passt!! Zu dem Zeitpunkt war das Ganze noch so weit weg und nicht mehr als eine fixe Idee.

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Ca. ein Jahr später, die TorTour startet nur alle 2 Jahre als eine Art private Laufparty von Jens Vieler, kam über kleine Umwege die Einladung… schon 2013 hatte Carsten scheinbar damit begonnen auf mich aufzupassen und mir den Weg an die Ruhr geebnet ;-)! Und dann? Dann kam erst einmal lange nichts außer relativ plötzlich der 2. Runners Point im FORUM Duisburg, damit viel Arbeit, Stress, eine heftigen Erkältung oder Grippe und zu wenig Marathontraining, so dass der geplante schnelle Herbstmarathon zu einer gemütlichen Sightseeing Tour mit Sonja und 100 weiteren Runners Pointlern durch München wurde. Echt Schön!

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Jetzt Rückblickend war nach dem arbeitsreichen Sommer, Herbst und Winter der eigentliche erste Startschuss zum Trainingsauftakt zur TorTour der Bottropper Herbstwaldlauf. Gemeinsam mit Hady und Dennis John gingen wir beim 50er in 4:18 durchs Ziel, das Körpergefühl war noch gut, zum ersten Mal nahm der Gedanke TTdR wieder Form an und auch die Hoffnung sie auch schaffen zu können. Ich glaube hier ist auch die Idee geboren worden gemeinsam mit Hady zu laufen…

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Danach wurde es läuferisch wieder etwas ruhiger und so brauchte es Ende 2013 nach viel Arbeit einen erneuten Schub, um mich selbst davon zu überzeugen und zu motivieren, dass die TTdR 2014 gerockt wird. Der Auftakt war mein erster wie Susanne H. es nennt Zuhause-Marathon. Spontan wie so oft und relativ aus der Hüfte geschossen, nicht schlau aber als Motivation genau das richtige. Gemeinsam mit Hady und einigen anderen Verrückten liefen wir am 29.12. den Rhein Ruhr Marathon einfach mal in der Version 30b und nach ca. 3:59 Minuten war der Startschuss zum TTdR-Training gefallen!

Was dann kam war ganz sicher nicht das klassische Langstrecken- oder Ultratraining aber im Rückblick nicht verkehrt, vielleicht hätte es etwas mehr Wüstentrainig sein dürfen ;-). Bis zum Start der TorTour 2014 wurden über 1700 km weggelaufen, ein Mix aus lang und langsam und einem normalem Marathon-Training. Viele km davon mit den Sonntags-Länger-Läufern, mit dem LC-Duisburg und dem LC Duisburg Marathonkurs, sehr viele mit Hady und natürlich mit Sonja. Danke für Deine Geduld :-).

Mein Ziel war es die TorTour zu schaffen, am liebsten in unter 10 Stunden, sehr unrealistisch im Rückblick vor allem bei den Bedingungen, aber auch, um zumindest nicht sämtliche Grundgeschwindigkeit zu verlieren, denn der Ultra-Schlappschritt trägt Dich zwar lange aber auch sehr laaaangsam ;-)! Das Lc Duisburg Marathonkurs-Tempotraining war begleitend einfach perfekt!

Der gesamte Weg bis Pfingsten war Kilometer-reich und wunderschön. Der eine oder andere weitere Zuhause-Marathon wurden gelaufen, ein paar Marathon-Wettkämpfe ruhig bestritten, in Bottrop im Kreis herum gelaufen, Rund um Moers gerockt, Atemlos durch die Nacht mit Tiffy und Tabita um die Regattabahn gelaufen,

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der Rhein Ruhr Marathon noch einmal rückwärts gelaufen und viele viele weitere Kilometer mit den mir sehr ans Herz gewachsenen Sonntags-Länger-Läufer abgespult. Die Läufe im und rund um das Ruhrgebiet, die Halden hoch und runter und an den Niederrhein waren einfach großartig.

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Wer den Ruhrpott hässlich nennt hat, sorry, wirklich KEINE Ahnung! Ungewöhnlich häufig kamen wir dabei auch am Rheinorange vorbei oder machten es zum Ziel unserer Trainingsläufe. Ich glaube das war eine Art Einkreisung, eine physische und psychische Ziel-Visualisierung, die mentale Vorbereitung auf etwas großes. Nicht umsonst hängt dieses magische orange Ultra-Ding seit dem Frühjahr auch Zuhause bei mir an der Wand…

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Alle Geschichten findet ihr nicht zuletzt hier: https://sonntagslaufblog.wordpress.com/
Ein Höhepunkt in der Vorbereitung war ganz sicher auch die Radtour von Hagen bis zum Rheinorange, eine schöne Teamerfahrung und eine ganz wichtige Erfahrung für den Kopf… denn danach stand fest: ich hatte derartige Schmerzen am Hintern, ich will das Ding lieber laufen ;-)!

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Auf dem Weg hin zum Orange gab es auch ein paar steinige Strecken… Ein weitere Laufhöhepunkt im Frühjahr sollte der 31. Rhein Ruhr Marathon für mich werden.
Hier wollte ich zum ersten Mal als Brems- und Zugläufer laufen und ein kleines bisschen von dem zurück geben, was der LC Duisburg mir in all den letzten Jahre vorgestreckt hat.
Daraus wurde leider nichts, scheiße! Danke an dieser Stelle noch einmal an Henning S., der meinen Job kurzfristig übernommen und na klar auch perfekt abgeliefert hat.
Im Tausch dafür übernahm ich seinen Job bei der RRM-Innen-Raum-Orga und gemeinsam mit Christel V. und vielen weiteren LC’lern empfingen wir alle Läufer und andere Athleten im Stadion. Das Feeling im Ziel, das umhängen der Medaillen, der Spirit in der Luft waren eine wirklich schöne, intensive Erfahrung und entschädigten etwas für den nicht gelaufen Lauf. Auch der Vivawest Marathon eine Woche zuvor, die Runners Point Halbmarathon Meisterschaften 2014, wurden läuferisch eher zum Fiasko. Aber dank Anja T. waren die 2 Stunden+ auf jeden Fall sehr sehr unterhaltsam und der Marathon-Zieleinlauf mit Sonja einfach nur schön!

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Was war eigentlich passiert, dass das Projekt beinahe kurz vorher noch fast gescheitert wäre? Leider bin ich ca. 2 oder 3 Wochen vor dem RRM zum Einen etwas unvorsichtig mit neuen Laufschuhen gewesen, Läufer hört bitte auf das, was wir euch raten. Viel entscheidender jedoch war ein Sturz beim letzten geplanten ü60er mit Hady kurz danach.
Unvernünftig wie Läufer schon mal sind, bin ich leider bereits mit einer Überlastung in den Bändern los- und nach dem Sturz auch noch ca. 10 km weiter gelaufen. Das war dumm und das wars dann erst einmal. Die nächsten Tage waren der Horror, alles dass wofür ich die ganze Zeit gearbeitet hatte war plötzlich in Gefahr. Ich war fertig mit den Nerven und sehr traurig.
Zum Glück jedoch und vor allem aber auch dank Sonja und dem Apotheker meines Vertrauens, danke Patrick, war ich danach zumindest vernünftig und ruhig.
Zwei Wochen Laufpause, Salben etc. und viel Fahrrad fahren haben die grausame Zeit überbrückt und dafür gesorgt, dass nicht alles Training vergebens war und vor allem der Kopf den Glauben an das eigentlich unvorstellbare, 100 km, nicht verloren hat.

Als die Woche der TorTour beginnt, zeichnet sich zumindest ab, ich werde Laufen, egal wie, antreten und es versuchen!

Was dann kam war ein Abbild der TorTour 2012. Der Wetterbericht spricht vom heißesten Pfingstwochenende seit Wetteraufzeichnung… Und ja ich, wir, die Starter, Helfer etc. haben darunter gelitten! Wenn ich darüber nachdenke, dass die 230er bereits am Samstag morgen um 8 gestartet sind, also einen ganzen Tag länger im Ruhrtal gekocht wurden, ist ihre Leistung unvorstellbar! Dazu gehört im Übrigen auch uns Anja T., die mit 36 Stunden +x die komplette TorTour gerockt hat – und zwar sowas von!

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Aber nun zum Bambinilauf selbst und ganz von vorne… Auf dem Weg hin zur TorTour gab es 2-3 Änderungen im Supporter-Team, manche verständlich und gesundheitlich nicht zu ändern, andere… egal! Fakt ist, das Team und alle Begleiter, die Pfingsten mit mir gestartet sind und mich begleitet und unglaublich unterstützt haben, waren genau die richtigen – besser geht es nicht – danke!
Und wenn Jemand aus leider gesundheitlichen Gründen ausfällt und mir an seiner statt seine Frau schickt, ist das mehr als eine Wiedergutmachung, Martin ;-)! Jr. schön, dass auch Du an die Strecke gehumpelt bist. Danke an Patrick T. für das kurzfristige einspringen, war mir eine Ehre einen Ironman auf dem Rad dabei gehabt zu haben und an Henning S. der auch relativ kurzfristig ins Team kam und locker mitlaufend mal eben 85 km an meiner Seite verbrachte.

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Last but not least DANKE an Carsten, der, ja wirklich wie eine Mutter, über mein Wohl gewacht hat. Exemplarisch hierfür möchte ich kurz die spontane menschliche Sperrung des Kreisverkehrs an der Karl-Lehr-Brücke kurz vor dem Ziel nennen. Das war schon unglaublich und ein schönes Beispiel eurer absoluten Fürsorge :-).

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Ich weiß nicht, ob die Autofahrer meinen Ausruf „ich kann und werde nicht mehr anhalten und weiterlaufen“ wirklich Ernst genommen hätten :-)!

Wie die Nacht der Nächte begann…
Der Plan war es am Samstag bereits um 17/18 Uhr ins Bett zu gehen… daraus wurde nichts. Geschlafen habe ich ca. 2-2,5 Stunden bevor Hady und Patrick um ca. 0 Uhr 30 eintrudelten. Nach einem kurzen Frühstück wurden alle und alles in den übrigens IRONGIRL-Wagen von Sabine H. geladen (Danke Dir – ein gutes Omen!!).
Dann ging es ab zu viert samt Sonja etwas atemlos durch die Nacht nach Hagen! Dort angekommen liefen uns direkt Katrin und Elke über den Weg, schön! Auf einem unbeleuchteten Parkplatz am gefühlten dunklen Arsch der Welt, wurde das Rad zusammen gebaut, die Packtaschen gepackt und am Startpunkt, einem Vereinsheim angekommen, ging es weiter mit geschäftigem TTdR-Treiben.

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Nach etwas Vor-Start Bürokratie und einem immer größer werdenden Kribbeln ging es dann nach kurzer Ansprache vom Renndirektor persönlich, begleitet mit Hells Bells von AC/DC, in die dunkle Nacht – Gänsehaut pur!

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Sonja machte sich parallel auf den Weg, um uns mit dem Teamfahrzeug voraus zu fahren und als mobile Tankstelle zu fungieren.

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Der kurze Film kurz vor dem Start in Hagen bringt etwas von der besonderen Stimmumg rüber. (Facebook-Login notwendig)

Die ersten km liefen unspektakulär und gut, es war kühl und dunkel. Schnell waren Hady, Patrick auf dem Rad und ich aus dem größten Pulk raus und liefen gleichmäßig und happy schwatzend mit Sabine A.-E. und Oliver A. entlang der Ruhr in Richtung ersten VP.
Im Schnitt wie geplant zwischen 5:30 und 6er Pace. Durch immer wieder neue Mitläufer waren die letzten Nacht- und ersten Morgenstunden sehr abwechslungsreich. Nach ca. 14-15 km überholten wir 230k-Ultra-Anja T. gemeinsam mit Susa, schön zu sehen, sie war fit und richtig gut drauf!

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Kurz danach stieß Henning zu uns. Bis km 52 dem berühmt berüchtigten VP188 „nur noch ein Marathon“ passierte rückblickend bis auf tolle Landschaften, super VPs, schöne Gespräche, einem bombastischen Sonnenaufgang und einem etwas nörgeligem Hady 😉 nicht viel. Wir liefen, wir liefen gut und gleichmäßig – alles im flow!
Immer wieder trafen wir auf 160er und 230er, wie Dennis J. oder Betty und viele andere. Auch Carsten stieg planmäßig am VP Rolli ein und Sonja war an allen geplanten Stellen unsere mobile Notreserve – alles gut – alles auf dem Weg!
Es wurde wärmer aber bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir die knapp über 50 km super verkraftet und waren gefühlt gut drauf und wirklich super auf dem Weg!
Beim VP188 drehte sich das Blatt. Eine verdammte kalte Cola, selbst Schuld wenn man diese fast ext, gepaart mit der Hitze änderte alles.

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Nach einem Radbegleiterwechsel bei Hady war er vom VP188 bereits etwas früher losgelaufen, wirklich an ihn heran laufen konnte ich nicht mehr. Wenn ich mich richtig erinnere stieg an dieser Stelle auch Peter Müller mit dem Rad ein, der aufgrund der Aufgabe seines Schützlings Aufgabenlos war. Er pendelte immer wieder zwischen Hady und mir und begleitete so uns beide, danke und Hut ab Peter!
Als wir Hady noch einmal irgendwo am Baldeneysee trafen, er suchte wohl verzweifelt eine Toilette, signalisierte ich ihm er solle allein Laufen, da mein Magen nicht mehr wollte.
Ab Kettwig hatte er zum Glück Begleitung von Sabine F. und später dann von Sarah. B. bzw. von Sabrina, Tobi und den Hausmännern.

Am VP188 also km 52 wurde die TorTour der Ruhr zu meiner persönlichen Tortur! Ab hier konnte ich nur noch abwechselnd walken und laufen… ja ich bin gewalkt… shit.

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Immer wieder überkamen mich heftige Magenkrämpfe und an regelmäßiges Essen / Trinken war nicht zu denken, einzig warmes Malzbier und ein paar Nüsse gingen. Zudem machten sich später durch das ständige schnelle Walken meine Fußheber rechts und links schmerzhaft bemerkbar. Walken ist echt anstrengend ;-)!
Die Strecke entlang des Baldeneysee, sonst super schön und voller schöner Erinnerungen, war grausam. Eine schöne Abwechslung war eine Horde ASV-Triathleten auf dem Rad, die uns laut grüßend Respekt zollten – Jungs das war klasse! Die nächste positive Abwechslung ab Essen Werden war dann der Einstieg von Katrin A. übrigens allein bei uns bereits zum 2. Mal an diesem Tag.

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Ihre Aufmunterungsversuche sorgten für etwas Abwechslung beim walk & run zwischen Werden und Kettwig…In Essen Kettwig trafen wir wieder auf unsere mobile Verpflegungstelle und ich war sehr happy Sonja zu sehen.

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An den Weg bzw. den Lauf von Kettwig bis Mintard zum letzten VP unter der Ruhrtalbrücke kann ich mich nicht wirklich in allen Einzelheiten erinnern, aber dank der Pflege und Aufsicht des Teams bin ich heil in Mintard gelandet.
Dort stand Peter H. und der Mann von der WAZ für ein kurzes Interview bereit. Als wir nach kurzer Pause die restlichen 23 km angingen, war mir und wohl auch allen anderen klar, das wird nicht einfach werden…
Das Ruhrtal ab Mintard war wie schon 2012 ein besonders harter Weggefährte und Begleiter. Wenig bis kein Schatten, Sonne satt, staubige Pisten und durch ein Gewitter am Vormittag auch noch richtig schön schwül.
Ab ca. km 82-85 stießen Sonja und Iris S. in Mülheim laufend zu uns, irgendwo vorher auch Thomas G. per Rad. Der abwechselnd laufend-walkende Pulk wurde immer größer und trotz unsere seltsamen Fortbewegungskombination aus walk und run sammelten wir noch einige Läufer ein.
Das Team hat großartige Arbeit geleistet, es wurde motiviert, gekühlt, benässt, Laufschwankungen korrigiert und abgelenkt was das Zeug hält!

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Zwischen MH-Styrum und A59 stießen Manuela von Tri-MH, Peter W. und Norbert K., Edda und Andreas und Frank K. auf dem Rad zu uns. Unsere Karawane zog unaufhaltsam aber langsam weiter in Richtung Rheinorange!
Irgendwann, gefühlt nach Stunden, war es dann soweit, der letzte Kreisverkehr wurde wie oben bereits beschrieben unter Applaus und Hupen einiger Autofahrer bezwungen und die letzten 2,5 km entlang der Ruhr brachen an. Der orange Pin wurde nicht mehr aus den Augen gelassen. Ab dem Zeitpunkt war mein Magen wie durch ein Wunder wieder ruhiger…

Was dann kam entschädigte für einfach alles… 1000 Meter vor dem dem Ziel das berühmte Schild „Heulkrampf jetzt“, ja der Befehl wurde ausgeführt und dann wurde der lange Weg hinunter durch die Rheinwiesen zum Rheinorange unter dem Jubel von vielen LClern, Laufweggefährten und Zuschauern in Angriff genommen.

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Ich glaube ganz kurz vor dem Anschlag ans Orange habe ich die verdammte Bramme beschimpft… aber wirklich nur kurz ;-).

Im Video ist das kurz zu hören…
Danke Thomas und Claudia K. das ist unbezahlbar, schön, dass ihr eigentlich immer irgendwie mit dabei seid! (Facebook-Login notwendig)

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Der Rest war ein wunderschöner Rausch in Orange und eine nicht enden wollende Umarmungsorgie, bei der samt Hugo (danke Susa), Medaille & Co. die eine oder andere Träne verdrückt wurde. Ich war und bin stolz wie Oskar und fühle eine unglaubliche Dankbarkeit gegenüber meinen Begleitern. Hady schlief derweil schon länger verdient auf der Bank über Rheinorange ;-)…

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Ja ich wiederhole mich gerne: bei der TorTour de Ruhr bist Du ohne Dein Team nichts – Danke! Danke an Hady und fetten Glückwunsch, an alle LC’ler, Tri-Mülheimer, Supporter und VP-Betreuer auf der Strecke und im Ziel, jeder einzelne hat geholfen! Die ganze TorTour ist ein grandioses Beispiel für Teamwork! Wenn ich hier Jemanden vergessen habe, sorry ohne Absicht.

Der Tag am Rheinorange endete mit noch vielen bejubelten Einläufen und Glückwünschen und dem Wunsch, dass alle anderen LCler und Läufer, die noch auf der Strecke waren, durchhalten und heil ins Ziel kommen. Ich kenne kein anderes Rennen wo das Ergebnis des Rennen selbst gefühlt so nebensächlich ist. Das finishen ist alles und jeder der durchkommt wird gefeiert wie ein Held! Im übrigen auch jene, die es bei den Höllen Bedingungen nicht geschafft haben und leider abbrechen musste… viele Finisher waren selbst ganz nah davor! Nur für die Statistik am Ende waren es bei mir ca. 11 Stunden 35 Minuten, Platz 8 und damit eine TopTen-Platzierung. Ich erinner mich genau davon hatten Hady und ich mal Anfang 2014 geträumt. Dummerweise habe ich vor lauter Rheinorange-Emotionen & Co. vergessen die Uhr rechtzeitig zu stoppen und bei diesem Rennen zählt die persönlich gestoppte Zeit, auch eine absolute Besonderheit ;-).

Die anderen LCler rockten das Ding in:
Regine Sander-Rummel 13:08:20, Platz 4, Bambini
Angelika Kirchberg in 13:12:10, Platz 5, Bambini
Anja Tegatz in 36:48:00, Platz 4, 230k
Johannes de Kruijff musste leider vorzeitig mit Magenproblemen raus.

Die Siegerehrung am Abend im Hostel in Oberhausen war relativ kurz, es lag etwas Müdigkeit in der Luft ;-), schnörkellos, leise, schmerzvoll, im besten Sinne des Wortes verkrampft und sehr ergreifend. Gemeinsam mit Sonja, Carsten, Patrick, Angelika K., Peter K., den Johns und vielen anderen Finishern und Supportern gab es hier noch die eine oder andere Gänsehaut-Attacke.

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Jeder Finisher, der den Biergarten betreten hat, zumeißt nicht wirklich rund seiner Fortbewegung, wurde bejubelt und gefeiert, des gleichen bei der Übergabe der Urkunden und Preise.
TorTour de Ruhr – ein ganz besonderer Lauf, danke an Jens Vieler für so viele unbeschreibliche Momente zu Pfingsten und im gesamten Jahr 2014!

Warum ich das schreibe? Ich muss das Ganze irgendwie verarbeiten, es war, es sind so unglaublich viele Eindrücke… außerdem möchte ich so wenig wie möglich von diesen unglaublichen Momenten vergessen, es konservieren UND GANZ wichtig, ich möchte den den Rest unserer Sonntags-Länger-Läufer motivieren an sich zu glauben. Wenn Sie am kommenden Freitag durch die Nacht von Biel laufen, wird sich auch Ihr hart erarbeiteter Traum erfüllen!

Ihr könnt das, ihr macht das, ihr rockt das, wir sind in Gedanken bei euch und dann werden wir gemeinsam feiern! Das hier wird ganz sicher nicht der letzte Eintrag, das Ende der Sonntags-Länger-Läufer sein!

Ps. inzwischen gibt es bereits einen neuen TTdR-Deal zwischen Carsten, Henning und mir und einer möglichen TorTour de Ruhr 2016, Jens V. ACHTUNG!
Welcher? Wird nicht verraten! Nur so viel, es wird mir eine Ehre sein! Und wieder beginnt es zwei Jahre vorher… Auch Hady, der verrückte großartige Kerl, hat übrigens bereits wieder etwas verlauten lassen… und am Sonntag gehe ich wieder laufen ;-)!

Marcus

Ein wenig Presse-Echo gab es auch schon…
DerWesten: Auf der Suche nach den eigenen Grenzen
DerWesten: Mülheimer läuft 100 Kilometer
DerWesten: Mülheimer will bei der TorTour 100 Kilometer laufen
DerWesten: TorTour de Ruhr
DerWesten: Ein kurzer Film…

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